Branche · Journal
Fachkräftemangel im Textilreiniger-Handwerk: Warum Quereinsteiger wichtiger werden.
Der Textilreinigung fehlt zunehmend Nachwuchs. Die Branche reagiert mit neuen Wegen in den Beruf, auch über klassische Ausbildungswege hinaus.
Die Textilreinigungsbranche steht vor Herausforderungen, die weit über neue Reinigungstechnik hinausgehen: neue Technologien, wachsendes Nachhaltigkeitsbewusstsein der Kundschaft, und ein zunehmender Mangel an Lehrlingen und Fachkräften.
Warum klassische Ausbildungswege knapper werden
Wie in vielen Handwerksberufen sinkt die Zahl junger Menschen, die eine klassische Lehre in der Textilreinigung beginnen. Das Berufsbild ist bei Schulabgängern wenig präsent, obwohl der Bedarf an qualifizierten Kräften, von der Materialkunde bis zur Maschinenbedienung, nicht kleiner wird.
Was das für Betriebe praktisch bedeutet
Viele Betriebe reagieren, indem sie Quereinsteiger gezielter einbinden, Menschen mit Erfahrung aus anderen Branchen, die das Reinigungshandwerk neu lernen, statt eine klassische Ausbildung durchlaufen zu haben. Das verschiebt, was als Einstiegsqualifikation zählt: Weniger formaler Abschluss, mehr Bereitschaft, sich in Material, Verfahren und Technik einzuarbeiten.
Ein Beispiel, das näher liegt als man denkt
Care Lab ist dafür selbst ein Beispiel. Cem Zeren, Gründer und Inhaber, kommt nicht aus dem klassischen Reinigungshandwerk, sondern ist Quereinsteiger. Das Thema Teppichreinigung hat er sich selbst erarbeitet, statt es in einer klassischen Lehre vorgesetzt zu bekommen, heute stellt er genau die Fragen, die Branchenprofis oft gar nicht mehr stellen, weil sie als selbstverständlich gelten.
Wohin sich die Branche bewegt
Mittelfristig dürfte sich das Berufsbild weiter öffnen: mehr Quereinsteiger, mehr Weiterbildung neben dem laufenden Betrieb, weniger starre Laufbahnen. Für Kunden ändert sich dadurch wenig, für die Branche entscheidet es langfristig, ob genug qualifizierte Leute da sind, um die wachsende Nachfrage nach professioneller Reinigung überhaupt zu bedienen.