Nicht jede Motte in der Wohnung ist eine Lebensmittelmotte. Kleidermotten haben es gezielt auf Textilien tierischen Ursprungs abgesehen, also auf Wolle und Seide, zum Beispiel in Pullovern, aber auch in Wollteppichen.

Woran man einen Befall erkennt

Typisch sind kleine, unregelmäßige Fraßlöcher in der Faser, oft an Stellen, die selten bewegt oder gereinigt werden, etwa unter Möbeln oder in Zimmerecken. Die Larven, nicht die ausgewachsenen Motten, richten den eigentlichen Schaden an. Sie ernähren sich über Wochen von der Wollfaser, bevor sie sich verpuppen.

Welche Bedingungen einen Befall begünstigen

Kleidermotten bevorzugen Textilien, die bereits mit Schweiß, Hautschuppen oder Tierhaaren verunreinigt sind. Das macht regelmäßige Reinigung zur wirksamsten Vorbeugung, nicht nur aus optischen Gründen. Für die Entwicklung ungünstig sind Temperaturen unter 15 Grad und über 30 Grad sowie trockene Luft, Kleidermotten mögen es gemäßigt und eher feucht.

Was wirklich vorbeugt

  • Regelmäßiges Saugen und Klopfen, besonders an selten bewegten Stellen
  • Fliegengitter an Fenstern, um das Einfliegen und die Eiablage zu verhindern
  • Regelmäßige Reinigung statt langer Standzeiten ungenutzter Teppiche
  • Natürliche Duftstoffe wie Lavendel, Zedernholz oder Nelken als zusätzliche Abschreckung, als alleinige Maßnahme aber nicht ausreichend
Bei akutem Befall: Hausmittel wie Lavendelsäckchen wirken vorbeugend, bekämpfen einen bestehenden Befall aber nicht zuverlässig. Bei sichtbaren Fraßstellen hilft meist nur eine gründliche Reinigung der Faser kombiniert mit konsequentem Staubsaugen über mehrere Wochen, um auch Eier und Larven zu erwischen.

Warum Naturfaser-Teppiche besonders betroffen sind

Teppiche aus reiner Wolle oder mit Wollanteil sind grundsätzlich anfälliger als Kunstfaserteppiche, weil Motten tierisches Eiweiß zum Fressen brauchen. Das ist kein Grund, auf Naturfaser zu verzichten, denn die Pflege liegt in der eigenen Hand: regelmäßige Reinigung senkt das Risiko deutlich.